Dort wo sich sonst zwei Tennisspieler in konzentrierter Ruhe bei Ballwechseln gegenüber stehen, herrschte an diesem heißen Sommertag Ende Juni reges Treiben und aufmerksames Durcheinander. Schülerinnen und Schüler aus Magdeburg, Zielitz und Schönebeck lernten das doch erst einmal recht verwirrend scheinende Cricket-Spiel näher kennen; wurden vom Cricket-Team des Universitätssportclubs Magdeburg eingeführt in die Techniken des Schlagens, Werfens, Fangens. Mit ihren Sportlehrerinnen und -lehrern waren sie für diesen interaktiven Sporttag an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gekommen. Organisiert hatte ihn die SchuleKitaUni-Initiative, begleitet vom Bereich Sportwissenschaft und Lehramtsstudierenden der Uni Magdeburg.
Nach Fußball beliebteste Mannschaftssportart
Cricket ist ein Mannschaftsballspiel, das in England seine Wurzeln hat und dessen Tradition bis ins 16. Jahrhundert reicht. Heute gilt Cricket nach Fußball als die weltweit zweitbeliebteste Mannschaftssportart und begeistert vor allem in Indien, Pakistan, Australien, England und Südafrika Millionen von Menschen. Deutschlandweit gibt es 300 Cricketvereine.
Zwei Mannschaften aus jeweils elf Spielern treten bei diesem Schlagballspiel gegeneinander an. Gespielt wird, wenn nicht auf den Tennisplätzen der Uni, auf einer ovalen Rasenfläche, in der sich ein rund 20 Meter langer und hart gewalzter Rasenstreifen, Pitch genannt, befindet. Im Zentrum des Spiels steht das Duell zwischen dem Bowler (Werfer) und dem Batter (Schlagmann). Am Ende des Pitches stehen drei Holzpfähle mit zwei aufgelegten Querstäben, das Wicket. Diese Holzpfähle versucht der Bowler zu treffen.

Schlagen, werfen, fangen, laufen - ziemlich verwirrend. Für Anna „war das Fangen des Balls mit beiden Händen und dabei in die Hocke zu gehen doch recht schnell zu lernen“. Sie hatte sich für den Schulprojekttag im Internet schon etwas fit gemacht und Videos angeschaut. Das Schlagen mit dem schweren Holzschläger war für Anna hingegen „recht schwierig“. „Besser ging es mit dem leichterten Kunststoffschläger.“

Auf der Suche nach einem spannenden Angebot für den Projekttag, entdeckte ich dieses Mögllichkeit, die doch sehr populäre Sportart Cricket näher kennenzulernen. Für meine Schülerinnen und Schüler war es zudem interessant, da sie internationale Studierende kennenlernen und mit ihnen Englisch sprechen konnten, und sie Gelegenheit hatten, sich über die Universität zu informieren.
Kerstin Gerchel, Lehrerin für Sport, Deutsch,
Geschichte und Kunst am Editha-Gymnasium in Magdeburg
Am Ende brachte dieser interaktive Sporttag nicht nur neue Impulse für den Sportunterricht, sondern auch eine internationale Sicht auf Sport, brachte interkulturellen Austausch und die Verbindung von Schulen und Sportgruppen der Uni, und er machte neugierig auf die Uni.