Männer beim Basketballspiel (c) Ronja Dobbert Kopie

Wo Bewegung auf Gemeinschaft trifft

Was haben Yoga, Fußball, Selbstverteidigung, Tauchen, Ballett, Volleyball und ein Triathlon gemeinsam? Sie alle gehören zum Hochschulsport der Uni. Und sie zeigen ziemlich gut, dass Sport an der Uni weit mehr sein kann als ein Ausgleich zwischen zwei Vorlesungen.

Das Sportzentrum bringt jede Woche Bewegung auf den Campus und damit auch Menschen zusammen. Rund 14.000 Studierende und etwa 2.500 Beschäftigte gehören zur Zielgruppe des Hochschulsports. Das Angebot reicht von klassischen Fitness- und Gesundheitssportarten über Tanz, Wassersport und Kampfsport bis hin zu außergewöhnlicheren Angeboten und Exkursionen. Rund 300 Sportkurse in etwa 90 verschiedenen Disziplinen stehen wöchentlich zur Auswahl.


Sport soll Spaß machen und verbinden

Der Hochschulsport ist ein freiwilliges Angebot. Niemand muss hier sportliche Leistungen erbringen oder eine bestimmte Leistung erreichen. Im Mittelpunkt stehen Bewegung, Spaß und die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen aktiv zu sein.

„Gerade im Studium kann es unglaublich guttun, für eine Stunde den Kopf auszuschalten, sich zu bewegen und dabei vielleicht noch neue Leute kennenzulernen,“ sagt Raja Dobbert, Sportmanagerin am Sportzentrum.

Denn genau diese Verbindung von Sport und Gemeinschaft ist ein wichtiger Bestandteil des Hochschulsports. Wer gemeinsam trainiert, tanzt, spielt oder eine neue Sportart ausprobiert, kommt automatisch miteinander ins Gespräch. Aus einem Sportkurs kann so schnell mehr entstehen: neue Kontakte, Freundschaften oder einfach das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.


Von A wie Ausdauer bis Z wie Zweikampf

Wer beim Hochschulsport nur an Fußball, Volleyball oder Fitness denkt, wird schnell eines Besseren belehrt. Das Programm umfasst eine große Bandbreite an Sportarten. Neben Kondition und Gesundheitssport gehören unter anderem Spiele, Kampfsport, Tanz und Wassersport dazu.

Für Einsteigerinnen und Einsteiger gibt es genauso passende Angebote wie für Fortgeschrittene oder sportlich ambitionierte Studierende. Wer sich im Wettkampfsport ausprobieren möchte, kann die Uni sogar bei Deutschen Hochschulmeisterschaften vertreten.

Und manchmal darf es auch etwas ungewöhnlicher sein: Intensivkurse und Exkursionen ermöglichen Erfahrungen, die über den normalen wöchentlichen Kursbetrieb hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise Ski-Exkursionen, Surf- und Kitekurse, Tauchen, Tennis, Selbstverteidigung oder sogar Segelfliegen.

„Wir finden es spannend, wenn Studierende durch den Hochschulsport Sportarten entdecken, die sie vorher vielleicht überhaupt nicht auf dem Schirm hatten“, erzählt Raja Dobbert. „Manchmal geht es gar nicht darum, die neue Lieblingssportart fürs Leben zu finden. Es geht auch einfach darum, etwas auszuprobieren und eine neue Erfahrung mitzunehmen.“


Ein Sportzentrum, viele Menschen dahinter

Damit jede Woche hunderte Sportangebote stattfinden können, braucht es natürlich mehr als einen Kursplan. Hinter dem Hochschulsport steht ein Team aus verschiedenen Bereichen.

Geleitet wird das Sportzentrum von Dr. Mario Damerow. Gemeinsam mit den Sportmanagern und Sportmanagerinnen Raja Dobbert, Ralf Müller, Katrin Holz und Julien Leitel sowie Michéle Metzger und Tobias Römmling aus dem Bereich Ökonomie kümmert sich das Team um die Organisation, Planung und Weiterentwicklung des Hochschulsports.

Dazu kommen jedes Semester zahlreiche Übungsleitende. Zwischen etwa 90 und 110 Personen unterstützen den Kursbetrieb. „Unsere Übungsleitenden sind ein ganz wichtiger Teil des Hochschulsports“, sagt Dr. Mario Damerow. „Viele sind selbst Studierende und kennen deshalb die Lebenswelt unserer Zielgruppe sehr gut. Sie bringen nicht nur sportliches Wissen mit, sondern auch eine besondere Nähe zu den Menschen, für die wir unsere Angebote machen.“

„Hochschulsport funktioniert nur als Teamleistung“, ergänzt Michéle Metzger aus dem Bereich Ökonomie. „Hinter jedem Kurs, der für die Teilnehmenden ganz selbstverständlich stattfindet, stehen viele organisatorische Prozesse. Unser Ziel ist, dass diese im Hintergrund funktionieren und der Sport selbst im Mittelpunkt stehen kann.“


Auch das Studentische Gesundheitsmanagement (SGM) ist am Sportzentrum angesiedelt. Damit liegen Bewegung und Gesundheitsförderung organisatorisch nah beieinander und können sich inhaltlich sinnvoll ergänzen. Während der Hochschulsport vor allem vielfältige Möglichkeiten schafft, aktiv zu sein und gemeinsam Sport zu treiben, nimmt das SGM Gesundheit im Studienalltag noch einmal ganzheitlicher in den Blick.


CampusFIT: Training und Treffpunkt zugleich

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Hochschulsports ist das CampusFIT, das universitätsinterne Fitnessstudio. Dort können Studierende und Beschäftigte trainieren und an verschiedenen Kraft- und Kardiogeräten ihre konditionellen Fähigkeiten verbessern. „Es ist schön zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen sind, die bei uns zusammenkommen, und wie unterschiedlich deren Zielsetzungen sind“, sagt Ralf Müller.

Studierende, Beschäftigte und weitere Mitglieder verschiedenster Altersgruppen trainieren nebeneinander oder auch gemeinsam, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Genau diese Mischung macht den Ort lebendig.“


Sport als Teil des Campuslebens

Neben dem regelmäßigen Kursbetrieb organisiert das Sportzentrum auch zahlreiche Veranstaltungen und Wettkämpfe. Dazu gehören unter anderem der Hochhauslauf, die Academic Bicycle Challenge, die Firmenstaffel oder der Uni-Triathlon.

Solche Veranstaltungen bringen Bewegung aus den Sporthallen und Kursräumen direkt auf den Campus.

Dabei arbeitet das Sportzentrum mit zahlreichen Partnern innerhalb und außerhalb der Universität zusammen - darunter Vereine, Verbände, Krankenkassen, städtische Unterstützer und weitere Einrichtungen.

Für Dr. Mario Damerow ist genau diese Vernetzung ein wichtiger Bestandteil der Arbeit: „Hochschulsport ist ein Teil des universitären Lebens. Wir möchten nicht nur Sport organisieren, sondern dazu beitragen, dass Menschen sich an der Universität wohlfühlen, miteinander in Kontakt kommen und den Campus als lebendigen Ort erleben.“

Ein Angebot für den ganzen Menschen

Am Ende geht es beim Hochschulsport deshalb um mehr als um Muskelaufbau, die Verbesserung der Ausdauer oder der koordinativen Fähigkeiten und auch nicht um eine neue persönliche Bestzeit. Sport kann darüber hinaus Ausgleich zum Studium schaffen, Stress reduzieren, neue Energie geben und Menschen zusammenbringen. Der Hochschulsport schafft dafür die Möglichkeiten und macht Sport zu einem Teil des Studierenden- und Arbeitslebens, der Menschen bewegt, verbindet und manchmal sogar über sich selbst hinauswachsen lässt.

Schlagworte: Campus, Studierendenleben, Sportzentrum